Bundeswirtschaftsministerium plant Abschaffung fester Ökostromfürderung

Wie der Spiegel heute berichtet befasst sich das Bundeswirtschaftsministerium damit die Ökostromförderung für Neuanlagen anzupassen. Laut einem Eckpunktepapier sollen die Betreiber von Windparkanlagen sowie Solaranlagen ab 2017 in Ausschreibungen gegeneinander antreten. Dabei sollen sie vorab angeben wieviel Förderungen sie benötigen, um die Anlagen wirtschaftlich zu betreiben. Wer am wenigsten benötigt bekommt dann den Zuschlag, die anderen gehen leer aus.

Wie gesagt spricht der Spiegel hier von einem Eckpunktepapier, d.h. da ist noch ein weiter Weg bis zu einem Gesetz und viel Raum für Lobbybemühungen der einschlägigen Branchen. Es wäre aber für die Projektentwickler die an jedem noch so unsinnigen Standort WKA errichten wollen ein herber Einschnitt. Müsste doch die Wirtschaftlichkeit vorab realistisch dargestellt werden. Wird der Ertrag schöngerechnet und man bekommt den Zuschlag Förderung aus dem Topf zu erhalten, so hat man trotzdem eine Finanzierungslücke. Wird der Ertrag realistisch dargestellt dürften viele neue Anlagen in Süddeutschland schlicht keine Chance haben.

Optimistisch betrachtet kann man also hier einen Funken Hoffnung haben das zumindest soetwas ähnliches wie wirtschaftlicher Wettbewerb entsteht und wenig ertragreiche Standorte zukünftig nicht mehr interessant sind.

Wir werden das beobachten.

Infraschall – Hörschwelle liegt tiefer als gedacht

Wie eine internationale Forschergruppe nun herausgefunden hat liegt die Hörschwelle beim Infraschall bei manchen Menschen niedriger als bisher gedacht.

Normalerweise geht man davon aus, dass Menschen Töne mit einer Frequenz die kleiner als 16Hz (Schwingungen pro Sekunde) ist nicht mehr hören können. Durch entsprechende Messungen wurde nun gezeigt das bei manchen Menschen eine Reaktion auch bei Tönen mit einer Frequenz herab bis zu 8Hz zu verzeichnen ist.

Dabei entsteht keine Höreindruck wie bei normalen Geräuschen, sondern ein diffuses Gefühl dass etwas da sei, die Probanten können aber nicht genau bestimmen was.

Siehe hierzu auch hier die Informationen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, die die entsprechenden Messungen koordiniert hat.

Auch hier zeigt sich also, dass ordentliche Abstände von WKA zu Wohnbebaunung eine absolute Notwendigkeit sind.

 

 

 

ZAKB Projekt auf der Deponie Hüttenfeld auch gestoppt

Wie der Presse der letzten Tage zu entnehmen ist und von den Kollegen von Gegenwind Hüttenfeld bestätigt wurde hat die ZAKB das lange geplante Windkraftprojekt auf der Deponie Hüttenfeld gestoppt.

Mit Bedauern hat der ZAKB am letzten Freitag (24.04.2015) das Projekt beendet. Grund hierfür ist zu geringe Windhöffigkeit am Standort, um die Anlage wirtschaftlich zu betreiben.

Ein weiterer Fall in dem die Windkraftgegner bereits im Vorfeld durch simples rechnen mit vorhandenen Daten die mangelnde Wirtschaftlichkeit aufzeigen konnten. Laut Presse sagte der ZAKB-Geschäftsführer Gerhard Goliasch bzgl. des Triumphs der Hüttenfelder Bürgerinitiativen gegen die Windkraftanlage: „Das alles haben wir mit Tapferkeit ertragen“. Tja, anstatt sich hier angeblicher Tapferkeit zu rühmen sollte man sich bei solchen Projekten fragen ob Kritik aus der Bevölkerung nicht ernster genommen werden muss. Offenbar haben die Bürger hier den besseren Blick auf die Fakten.

Ein weiteres mal in allernächster Umgebung, bei dem am Ende die zu geringe Windgeschwindigkeit (hier 4,71 m/s)  das Vorhaben stoppt. Stellt sich jetzt die Frage ob die im vordereon Odenwald geplanten Anlagen bzw. deren Betreiber jetzt vielleicht doch genauer Messen und vor allem realistisch nachrechnen. Anzurechnen ist dem ZAKB hier das man eine langfristige Messung vorgenommen hat. Das sei auch allen anderen Betreibern und vor allem auch den Planern hier in der Gegend angeraten.

Anderersets wie viele Messungen muss man hier in der Gegend noch machen, um zu aktzeptieren, dass die Windhöffigkeit noch unter den im Windatlas angegebenen, ohnenhin schon niedrigen Windgeschwindigkeiten liegt?

Wir haben bereits vor Jahren hier deutlich gemacht das in unserer Gegend die Windverhältnisse nicht für Windkraftanlagen geeignet sind. Wir wurden, wie die meisten Windkraftgegner, beschimpft, als NIMBYs verspottet und als ewig gestrige Atomkraftfreunde bezeichnet. Alles nur weil wir die damals vorherrschende Euphorie nicht geteilt haben. Nun stellt sich langsam heraus das der bloße Glaube an Erneuerbare Energien eben doch nicht gegen Naturgesetze ankommt. Angesichts der desaströsen Ertragslage der meisten anderen Windparks vor allem in Süddeutschland kann man nur hoffen, dass dieser Spuk bald ein Ende hat und die Anstrengungen in sinnhafte Energiepolitik und technische Lösungen investiert werden.

ZAKB-Windkraftanlage Hüttenfeld nicht genehmigungsfähig

Die Bergsträßer Kreisverbände des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und des NABU (Naturschutzbund Deutschland) haben ein eigenes Gutachten zum Fledermausschutz beauftragt, dass zum Schluss kommt, der Deponiebereich ist für Windenergieanlagen (WEA) ungeeignet und muss laut RP-Leitfaden als WEA-Tabuzone gelten.

Die Verbände fordern nun vom Regierungspräsidium (RP), der Windkraftanlage die Genehmigung zu versagen.

Pressemeldung des BUND

 

Hessen-Demo Freiensteinau

Einladung Hessen Demo 21 09 2014

 

Heute möchten wir auf die am 21.09. geplante Demonstration in Freiensteinau hinweisen. Dort wird zu diesem Zeitpunkt ein neuer Windpark eingeweiht und Hess. Wirtschaftsminister möchte sich im Glanz dieses Events sonnen. Die BIs vor Ort haben eine Deomnstration geplant um hier entgegenzuhalten. bisher wird von über 500 Teilnehmern berichtet, je größer diese Demo wird um so besser. vor allem sollte gerade dem Grünen Herrn Al-Wazir deutlich gemacht werden das seine ideologischen Ziele zum Windkraftausbau eben nicht von den betroffenen Bürgern mitgetragen werden. Wer also Zeit hat am 21.09., auf nach Freiensteinau.

Hier noch die Links aus der Einladung zum anklicken.

http://www.rote-karte-al-wazir.de

https://www.facebook.com/rotekartealwazir

Weiterer Erfolg bei der Verhinderung von WKA an windschwachem Standort

Wie wir gestern erfahren haben kann die Bürgerinitiative in Beerfelden einen großen Erfolg verbuchen. Die Energiegenossenschaft Odenwald hat die Genehmigungsanträge beim Regierungspräsidium zurückgezogen und bricht Ihre Projekte in Beerfelden und in Sensbach ab
Immerhin waren hier 14 über 200 m hohe WKA geplant und zur Genehmigung (teilweise schon Ende 2013) eingereicht worden.

Glückwunsch an die Kollegen dort. Den Erfolg hat man hierbei wie auch hier bei uns in Birkenau mit einer professionellen Windmessung erzielt. Auch hier waren die aus dem Windatlas angenommenen Werte bei weitem zu hoch. Tatsächlich konnte man über die Wintermonate gerade 3,62 m/s messen.  Ein Wert von dem wir wissen das damit ein wirtschaftlicher Betrieb nicht einmal ansatzweise möglich ist.

Im Bericht des Darmstädter Echos liest es sich sogar so als ob die Energiegenossenschaft Odenwald ihre Aktivitäten im Bereich neuer Windkraftanlagen aufgeben würde. Als Grund hierfür wird der Widerstand in der Bevölkerung angegeben dem man als regionale Genossenschaft nicht entgegen handeln könnte. Es heißt im Echo hierzu:

Ausdrücklich bezogen Breunig und er diese Aussage auch auf alle weiteren potenziellen Windräder-Areale, auf die sie Zugriff haben. Obwohl dies den Abschied von einem Geschäftszweig bedeute [..]“ 

Das wird man noch verfolgen müssen. Hoffen wir das dies bei anderen Projekten die noch vorangetrieben werden dazu führen, dass man unabhängig von den nicht uneigennützigen Versprechen von Planern die tatsächliche Situation mit professionellen Windmessungen erfasst. Das wird im Binnenland regelmäßig zu Enttäuschungen führen, bei Bürgermeistern und Landbesitzern die sich hohe Erträge erhoffen und Politikern die an irgendwelche prozentualen Flächenziele glauben. Aber es verhindert die Errichtung weitgehend nutzloser Anlagen und sinnloser Vernichtung von Anlegerkapital.

[Update 21.04.2014]

Sie Stellungnahme der Energiegenossenschaft Odenwald klingt nun weniger danach das man Windkraftprojekte gar nicht mehr anstrebt. Es heißt dort das man Bürgerbefragungen in den in Frage kommenden Gebieten im Odenwaldkreis vorantreiben will. Immerhin etwas.

[/Update]

Windatlas ist eben keine Planungsgrundlage

Von Planern und anderen Verfechtern der Windenergie wird ja immer gerne der Windatlas als Grundlage von Standortentscheidungen genannt. Wie sich u.a. auch hier in Birkenau gezeigt hat, sind die dort genannten Werte aber bestenfalls grobe Anhaltswerte und wie der TÜV selbst auf seinen Webseiten schreibt, nur eine Grundlage um Standorte zu finden, an denen sich eine Messung evtl. lohnt.

Planer und Projektentwickler ignorieren das gerne, kosten Windmessungen über 12 Monate in geeigneten Höhen und professionellen Gerätschaften einige tausend bis zu einigen zehntausend Euro.

Auch die Binsenweisheit, dass in Süddeutschland im hügeligen, bewaldeten Gelände der Wind eher schwach weht, vor allem im Vergleich zur Küstenregion und dem norddeutschen Flachland, schmälert den Drang an die Subventionen zu kommen nicht.

Hier ein aktueller interessanter Beitrag des SWR Magazins Odysso hierzu

Stellt sich nur die Frage wann die Verantwortlichen endlich einsehen, das eine Energiewende auf Basis der Windkraft in Deutschland an den physikalischen Fakten scheitert.

Offenlage Sachlicher Teilplan Erneuerbare Energien startet

Vom 24. Februar 2014 bis zum 25. April 2014 findet die Offenlage des Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien zur frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit statt.

Die Informationen sind folgendermaßen zugänglich:

www.rp-darmstadt.hessen.de (Planung&Verkehr/Regionalplanung/Regionalplan Südhessen/Teilplan Erneuerbare Energien) und etwas übersichtlicher allerdings auf den Frankfurter Raum bezogen hier:

http://www.region-frankfurt.de/erneuerbareenergien

Wir werden uns die Unterlagen im Detail ansehen und weiter berichten. Nach erster Sichtung scheint es in Birkenau kein Vorranggebiet zu geben.

Teilplan_EE_Birkenau_Umgebung

Hier die Legende zur Karte:

Legende_Teilplan_EE_Birkenau_Umgebung

Es bleibt zu klären ob das dann tatsächlich ausschließende Wirkung entfaltet, da es beim RP Darmstadt heißt: „Außerhalb dieser Vorranggebiete sollen keine raumbedeutsamen Windenergieanlagen errichtet werden.“ Was auf den ersten Blick zunächst eine schwammige Formulierimg ist.