Archiv der Kategorie: Wirtschaftlichkeit

Überraschung; Anlage im Odenwald ist unrentabel…

Hier ein schöner Leserbrief über die wirtschaftliche Situation der WKA in Lützelbach/Odenwaldkreis. Zusammengefasst: Ertrag wurde bei weitem nicht erreicht, Gemeinde und jetzt auch der Kreis müssen Geld nachschießen damit der Betreiber überlebt.

Aber den richtigen Fachleuten wollte ja keiner zuhören.

 

Update: Da der ursprüngliche Link nicht mehr funktioniert hat habe ich zu den Kollegen bei Gegenwind Hassenroth verlinkt die den entsprechenden Beitrag direkt auf der Seite haben.

Bundeswirtschaftsministerium plant Abschaffung fester Ökostromfürderung

Wie der Spiegel heute berichtet befasst sich das Bundeswirtschaftsministerium damit die Ökostromförderung für Neuanlagen anzupassen. Laut einem Eckpunktepapier sollen die Betreiber von Windparkanlagen sowie Solaranlagen ab 2017 in Ausschreibungen gegeneinander antreten. Dabei sollen sie vorab angeben wieviel Förderungen sie benötigen, um die Anlagen wirtschaftlich zu betreiben. Wer am wenigsten benötigt bekommt dann den Zuschlag, die anderen gehen leer aus.

Wie gesagt spricht der Spiegel hier von einem Eckpunktepapier, d.h. da ist noch ein weiter Weg bis zu einem Gesetz und viel Raum für Lobbybemühungen der einschlägigen Branchen. Es wäre aber für die Projektentwickler die an jedem noch so unsinnigen Standort WKA errichten wollen ein herber Einschnitt. Müsste doch die Wirtschaftlichkeit vorab realistisch dargestellt werden. Wird der Ertrag schöngerechnet und man bekommt den Zuschlag Förderung aus dem Topf zu erhalten, so hat man trotzdem eine Finanzierungslücke. Wird der Ertrag realistisch dargestellt dürften viele neue Anlagen in Süddeutschland schlicht keine Chance haben.

Optimistisch betrachtet kann man also hier einen Funken Hoffnung haben das zumindest soetwas ähnliches wie wirtschaftlicher Wettbewerb entsteht und wenig ertragreiche Standorte zukünftig nicht mehr interessant sind.

Wir werden das beobachten.

ZAKB Projekt auf der Deponie Hüttenfeld auch gestoppt

Wie der Presse der letzten Tage zu entnehmen ist und von den Kollegen von Gegenwind Hüttenfeld bestätigt wurde hat die ZAKB das lange geplante Windkraftprojekt auf der Deponie Hüttenfeld gestoppt.

Mit Bedauern hat der ZAKB am letzten Freitag (24.04.2015) das Projekt beendet. Grund hierfür ist zu geringe Windhöffigkeit am Standort, um die Anlage wirtschaftlich zu betreiben.

Ein weiterer Fall in dem die Windkraftgegner bereits im Vorfeld durch simples rechnen mit vorhandenen Daten die mangelnde Wirtschaftlichkeit aufzeigen konnten. Laut Presse sagte der ZAKB-Geschäftsführer Gerhard Goliasch bzgl. des Triumphs der Hüttenfelder Bürgerinitiativen gegen die Windkraftanlage: „Das alles haben wir mit Tapferkeit ertragen“. Tja, anstatt sich hier angeblicher Tapferkeit zu rühmen sollte man sich bei solchen Projekten fragen ob Kritik aus der Bevölkerung nicht ernster genommen werden muss. Offenbar haben die Bürger hier den besseren Blick auf die Fakten.

Ein weiteres mal in allernächster Umgebung, bei dem am Ende die zu geringe Windgeschwindigkeit (hier 4,71 m/s)  das Vorhaben stoppt. Stellt sich jetzt die Frage ob die im vordereon Odenwald geplanten Anlagen bzw. deren Betreiber jetzt vielleicht doch genauer Messen und vor allem realistisch nachrechnen. Anzurechnen ist dem ZAKB hier das man eine langfristige Messung vorgenommen hat. Das sei auch allen anderen Betreibern und vor allem auch den Planern hier in der Gegend angeraten.

Anderersets wie viele Messungen muss man hier in der Gegend noch machen, um zu aktzeptieren, dass die Windhöffigkeit noch unter den im Windatlas angegebenen, ohnenhin schon niedrigen Windgeschwindigkeiten liegt?

Wir haben bereits vor Jahren hier deutlich gemacht das in unserer Gegend die Windverhältnisse nicht für Windkraftanlagen geeignet sind. Wir wurden, wie die meisten Windkraftgegner, beschimpft, als NIMBYs verspottet und als ewig gestrige Atomkraftfreunde bezeichnet. Alles nur weil wir die damals vorherrschende Euphorie nicht geteilt haben. Nun stellt sich langsam heraus das der bloße Glaube an Erneuerbare Energien eben doch nicht gegen Naturgesetze ankommt. Angesichts der desaströsen Ertragslage der meisten anderen Windparks vor allem in Süddeutschland kann man nur hoffen, dass dieser Spuk bald ein Ende hat und die Anstrengungen in sinnhafte Energiepolitik und technische Lösungen investiert werden.

Weiterer Erfolg bei der Verhinderung von WKA an windschwachem Standort

Wie wir gestern erfahren haben kann die Bürgerinitiative in Beerfelden einen großen Erfolg verbuchen. Die Energiegenossenschaft Odenwald hat die Genehmigungsanträge beim Regierungspräsidium zurückgezogen und bricht Ihre Projekte in Beerfelden und in Sensbach ab
Immerhin waren hier 14 über 200 m hohe WKA geplant und zur Genehmigung (teilweise schon Ende 2013) eingereicht worden.

Glückwunsch an die Kollegen dort. Den Erfolg hat man hierbei wie auch hier bei uns in Birkenau mit einer professionellen Windmessung erzielt. Auch hier waren die aus dem Windatlas angenommenen Werte bei weitem zu hoch. Tatsächlich konnte man über die Wintermonate gerade 3,62 m/s messen.  Ein Wert von dem wir wissen das damit ein wirtschaftlicher Betrieb nicht einmal ansatzweise möglich ist.

Im Bericht des Darmstädter Echos liest es sich sogar so als ob die Energiegenossenschaft Odenwald ihre Aktivitäten im Bereich neuer Windkraftanlagen aufgeben würde. Als Grund hierfür wird der Widerstand in der Bevölkerung angegeben dem man als regionale Genossenschaft nicht entgegen handeln könnte. Es heißt im Echo hierzu:

Ausdrücklich bezogen Breunig und er diese Aussage auch auf alle weiteren potenziellen Windräder-Areale, auf die sie Zugriff haben. Obwohl dies den Abschied von einem Geschäftszweig bedeute [..]“ 

Das wird man noch verfolgen müssen. Hoffen wir das dies bei anderen Projekten die noch vorangetrieben werden dazu führen, dass man unabhängig von den nicht uneigennützigen Versprechen von Planern die tatsächliche Situation mit professionellen Windmessungen erfasst. Das wird im Binnenland regelmäßig zu Enttäuschungen führen, bei Bürgermeistern und Landbesitzern die sich hohe Erträge erhoffen und Politikern die an irgendwelche prozentualen Flächenziele glauben. Aber es verhindert die Errichtung weitgehend nutzloser Anlagen und sinnloser Vernichtung von Anlegerkapital.

[Update 21.04.2014]

Sie Stellungnahme der Energiegenossenschaft Odenwald klingt nun weniger danach das man Windkraftprojekte gar nicht mehr anstrebt. Es heißt dort das man Bürgerbefragungen in den in Frage kommenden Gebieten im Odenwaldkreis vorantreiben will. Immerhin etwas.

[/Update]

Die nächste Pleite eines Windkraftfinazierers – Windwärts

Der niedersächsische Windkraft-Projektierer Windwärts hat wie heute bekannt wurde auch Insolvenz angemeldet. Windwärts hat wie Prokon bei Privatpersonen Geld für den Bau von Windkraftanlagen eingesammelt. Das fand allerdings in wesentlich kleinerem Umfang als bei Prokon statt.

Bereits im letzten Jahr musste die Zahlung von Genussrechtskapital in Höhe von 1,9 Mio Euro ausgesetzt werden. Dieses Jahr konnten Zinszahlungen von insgesamt 1,3 Mill. Euro nicht geleistet werden wie in der Presse berichtet wurde.

Bisher war man bei Windwärts der Meinung das Rückzahlungsansprüche der Genussrechtsinhaber bei der Beurteilung der Zahlungsunfähigkeit nicht berücksichtigt werden müssten. Nach einem von Windwärts beauftragten Rechtsgutachten ist das nicht der Fall und die Insolvenz wurde umgehend beantragt.

Soweit die offizielle Begründung warum man jetzt Insolvenz anmeldet.

Tatsächlich zeigt sich hier, dass offenbar das Geschäftsmodell der Finanzierer nicht tragfähig ist. Entweder weil die Windparks eben nicht genug erwirtschaften oder die Renditeversprechen überzogen waren. Vermutlich trifft aber beides zu.

Im Gegensatz zu Prokon, die langfristige Investitionen in Windparks (15 -20 Jahre) mit kurzfristig kündbarem (4 Wochen) Kapital der Genussrechtsinhaber finanziert haben, hat Windwärts hier längere Kapitalbindungen vereinbart.

Leider werden hier nun wieder einige Menschen (wohl etwa 1600) die den Versprechen eine gute Rendite zu erhalten und auch noch die Welt zu retten, geglaubt haben große Verluste erleiden.

Prokon insolvent

Wie bekannt wurde hat die PROKON Regenerative Energien GmbH heute (22.01.2014) Insolvenzantrag beim Amtsgericht Itzehoe gestellt.

Auf der Prokon Webseite heißt es dazu: „Das bedeutet allerdings keineswegs das Aus für PROKON. Der Antrag muss zunächst auf seine Zulässigkeit geprüft werden, was einige Monate in Anspruch nehmen wird.“

Bis heute haben lediglich etwas über 50% der Anleger den verlängerten Rückzahlungsmodalitäten zugestimmt. Alle Anleger werden jetzt lange auf die Rückzahlung ihres Kapitals warten müssen. Zinszahlungen wird es auf absehbare Zeit auch keine mehr geben und ob das Unternehmen die Insolvenz übersteht wird sich nun zeigen müssen.

Prokon betonte zwar immer wieder wie solide das Geschäft sei jetzt schreibt man aber:

„[…] werden wir unter Einbeziehung der Anregungen unserer Genussrechtsinhaber das Geschäftsmodell anpassen. Wir sind nach wie vor operativ gut aufgestellt und sind zuversichtlich, dass wir die aktuellen Schwierigkeiten überstehen werden. Uns ist klar, dass es Zeit ist, etwas zu verändern!“

Stellt sich nur die Frage warum man Insolvenz anmelden muss wenn man doch „operativ gut aufgestellt“ ist. Für eine Insolvenz eines Unternehmens gibt es üblicherweise zwei primäre Gründe:

1. Das Geschäftsmodell ist nicht tragbar

2. Das Management hat Fehler gemacht

Alle anderen gerne vorgeschobenen Gründe wie ausgefallene Kunden oder hier Anleger, geänderte Marktgegebenheiten oder ähnliches sind letztlich immer auf die beiden genannten Gründe zurückzuführen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, die Insolvenz eines Unternehmens ist ein ganz normaler Vorgang in der Marktwirtschaft, bei dem nicht überlebensfähige Unternehmen geordnet aus dem Markt genommen werden.

Gerade der Fall Prokon oder der noch nicht allzulange vergangene Fall Windreich sollten aber zu denken geben. Schlagen hier die überhöhten Erwartungen an den Ertrag von Windkraftanlagen durch? Rächt sich hier jetzt das man anstatt Erträge konservativ auf Basis von Messungen zu schätzen mit ungeeigneten Windkarten hantiert und Traumerträge prognostiziert?

Es steht zu erwarten das durch eine zweite große Insolvenz im Windkraftmarkt der Ausbau schwieriger wird weil Investoren jetzt noch vorsichtiger werden. Die Politik sollte anstatt auf Prozente von Vorrangflächen und Anzahl von Anlagen zu schauen endlich der Realität ins Auge sehen, dass Windkraft in Deutschland nicht die Lösung für die Energiewende ist, die man sich erhofft hat.

Prokon Schieflage

Prokon ist sicher den meisten ein Begriff. Bisher ist die Firma vorallem durch flächendeckendes Marketing via Postwurfsendung aufgefallen. Die Vorteile Geld in erneuerbare Energien und im speziellen Windkraft zu investieren wurde in buntesten Farben beschrieben. Phantastische Renditen von bis zu 8% wurden versprochen, und bisher auch bezahlt. Zwischen den Zeilen wurde natürlich auch an das Gewissen der Anleger, an deren Geld man wollte, appeliert in eine moralisch überlegene Energieform zu investieren und damit seinen Teil zur Energiewende und damit zur Rettung des Planeten beizutragen. Die übliche Argumentation der Windkraftbefürworter. Vor allem wurde aber die Gier der Anleger bedient. In Zeiten in denen 2% Zinsen auf ein Tagesgeldkonto längst der Vergangenheit angehören waren die Renditeversprechen so verlockend das wohl 75000 Anleger knapp 1,4 Milliarden Euro investierten.

Am Freitag (10.1.2014) hat Prokon nun in einem Brief an ihre Anleger darauf hingewiesen das wenn weitere Anleger aussteigen man in finanzielle Schwierigkeiten kommen würde. Prokon geht sogar noch weiter und fordert die Anleger auf eine Erklärung abzugeben das Kapital nicht zurückzufordern, da man sonst gezwungen wäre Insolvenz anzumelden.

Das hat in der Presse ein großes Echo ausgelöst und offenbar auch einige Anleger dazu motiviert ihr Kapital abzuziehen, oder es zumindest zu versuchen. Mittlerweile hat sich Prokon für das vorgehen entschuldigt. Im gleichen Schreiben heißt es aber auch: „Tatsächlich können wir in der jetzigen Situation aber keinerlei Rückzahlungen oder Zinsauszahlungen vornehmen.“ begründet wird das damit das im Insolvenzfall jetzt getätigte Auszahlungen ohnehin zurückgefordert würden. D.h. aber auch das die Situation ernst ist. Prokon schreibt weiter dass um eine Insolvenz zu verhindern bis heute (20.1.2014) für 95% des Genussrechtskapitals eine Zusage vorliegen muss bis zum 31.10. nicht abgezogen zu werden und im Falle einer späteren Kündigung einer Rückzahlung innerhalb von 12 Monaten zugestimmt wird, die auch in Raten erfolgen kann.

Kurz gefasst heißt das, dass die Anleger frühestens im Herbst 2015 ihr Kapital vollständig zurückbekommen könnten – im besten Fall. Da es sich bei Genussrechten um nachrangige Forderungen handelt ist bei einer Insolvenz ein Totalverlust nicht unwahrscheinlich. Natürlich macht es in der gegebenen Situation keinen Sinn wenn alle versuchen nun an ihr Geld zu kommen, da dies die Firma definitiv in die Insolvenz treibt zumal momentan weder Kapital noch Zinsen ausgezahlt werden.

Sollte Prokon Insolvenz anmelden müssen, wird das wohl auf die Finanzierung von Windparks und anderen Erneuerbare Energien Projekte erhebliche Auswirkungen haben. Auch diverse Energiegenossenschaften benutzen für die Finanzierung Kredite ihre Genossenschaftsmitglieder die de facto Genussscheine darstellen. Hier werden zwar nicht so hohe Zinsen wie bei Prokon geboten, aber immer noch deutlich mehr als auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten.

Sofort wird ja bereits nach einer stärkeren Regulierung des sog. grauen Kapitalmarktes zu dem die Genusscheine gehören gerufen. Es wäre aber wesentlich wichtiger die wirklich nicht neue Erkenntnis, dass hohe Ertragsaussichten/Zinsen immer(!) mit hohem Risiko einhergehen in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. Kann man sich dieses Risiko leisten und einen Verlust verkraften spricht nichts dagegen zu investieren. Es muss nur jederzeit klar sein das der mögliche Gewinn erst einmal nur eine Gewinnchance ist, die erst dann endgültig eingetreten ist, wenn das Geld zzgl. des Gewinns (hier Zinsen) auf dem eigenen Konto zurück ist.

Das selbstgesteckte Ziel zur Insolvenzvermeidung, Zusagen über den Verbleib von 95% der Genussrechte per heute zu erhalten, wird wohl nicht erreicht werden. Gemäß der Angabe auf der Prokon Website sind es bisher eher weniger als 50%. Stellt sich die Frage ob das nun unmittelbar die Insolvenz von Prokon bedeutet?

 

Die trügerischen Zahlen des Windatlas

Wie wir in Birkenau ja durch eigene Messungen bereits zeigen konnten sind die Daten aus dem jeweiligen Windatlas nicht als absolute Messgrößen zur Planung geeignet. Zum Teil wird das ja wie beim TÜV Süd auch explizit auf den Karten vermerkt indem man darauf hinweist das es sich um errechnete Werte handelt die lediglich Standorte zeigen sollen an denen Messungen überhaupt sinnvoll sein könnten.

Das ficht aber manchen Planer (wie Herrn Simon in unserem Fall) und auch manche Gemeinde (die auf das Geld aus dem Betrieb der WKA hoffen) nicht an. Hier wird frühlich davon ausgegangen das die in den Atlanten genannten Werte auch tatsächlich vorliegen.

Hier ein ARD Bericht  wie es dann tatsächlich kommen kann:

Tatsächliche Leistung von Windkraftanlagen

Die Mitstreiter der Initiative in Weinheim haben schon vor längerer Zeit einen lesenswerten Beitrag über die tatsächliche Leistung von Windkraftanlagen in Baden-Würtemberg erstellt. Sinngemäß gilt das gleiche was dort beschrieben wird auch für Hessen, besonders für Südhessen.

Hier geht es zum Artikel der Weinheimer.

Es sei gerade den Befürwortern der Windkraft und vor allem Politikern ans Herz gelegt sich mit den Hintergründen der Technik zu beschäftigen. Ausweisen von Vorrangflächen und Ausgabe von prozentualen Zielen von Landesflächen lassen nicht den Wind wehen wo er zur Stromerzeugung gebraucht würde. Das mag unbefriedigend sein, ist aber leider eine Tatsache.

 

EEG-Umlage steigt 2014 auf 6,24 Cent/kWh

wie die Übertragungsnetzbetreiber heute bekanntgegeben haben steigt die EEG-Umlage im nächsten Jahr auf 6,24 ct/kWh. D.h. für den Durchschnittshaushalt mit 3500-4000 kWh Jahresverbrauch werden 2014 zwischen 35 € und 4 0€ Mehrkosten anfallen.

Das klingt erst einmal überschaubar und wenn man daran glaubt das die Erneuerbaren Energien in der momentanen Ausgestaltung die Rettung für die Umwelt seien angemessen. Aber schauen wir uns die Entwicklung der EEG-Umlage der letzten Jahre einmal genauer an:

EEG-Umlage Entwicklung 2010-2014Wie im Bild zu sehen ist haben wir für 2013 eine Steigerung von 47% gegenüber 2012 zu verkraften, mit den heute bekanntgegebenen Zahlen für 2014 ist die EEG-Umlage innerhalb zwei Jahren um 74% gestiegen.

Es wurde im Sommer teilweise befürchtet das die Umlage sogar auf über 7 ct/kWh steigen könnte. Nur das für die Energieerzeugung schlechte Wetter im September hat hier das schlimmste verhindert.

Das große Erwachend er Stromkunden wird allerdings erstmals im Januar 2014 stattfinden, wenn die Abrechnung für 2013 vorliegt. Bisher sind die oben gezeigten Erhöhungen ja nurmehr abstrakt, im Januar wird sich die letztjährige Steigerung dann erstmals direkt im Geldbeutel manifestieren.

Es wird auch interessant sein wie sich die Regierungsbildung im Bund und in Hessen auf das Thema auswirken wird. Die Grünen sind ja vor allem in Südhessen darauf erpicht die Windkraft massiv auszubauen.