Archiv der Kategorie: Bürgerinformation

Überraschung; Anlage im Odenwald ist unrentabel…

Hier ein schöner Leserbrief über die wirtschaftliche Situation der WKA in Lützelbach/Odenwaldkreis. Zusammengefasst: Ertrag wurde bei weitem nicht erreicht, Gemeinde und jetzt auch der Kreis müssen Geld nachschießen damit der Betreiber überlebt.

Aber den richtigen Fachleuten wollte ja keiner zuhören.

 

Update: Da der ursprüngliche Link nicht mehr funktioniert hat habe ich zu den Kollegen bei Gegenwind Hassenroth verlinkt die den entsprechenden Beitrag direkt auf der Seite haben.

Hessen-Demo Freiensteinau

Einladung Hessen Demo 21 09 2014

 

Heute möchten wir auf die am 21.09. geplante Demonstration in Freiensteinau hinweisen. Dort wird zu diesem Zeitpunkt ein neuer Windpark eingeweiht und Hess. Wirtschaftsminister möchte sich im Glanz dieses Events sonnen. Die BIs vor Ort haben eine Deomnstration geplant um hier entgegenzuhalten. bisher wird von über 500 Teilnehmern berichtet, je größer diese Demo wird um so besser. vor allem sollte gerade dem Grünen Herrn Al-Wazir deutlich gemacht werden das seine ideologischen Ziele zum Windkraftausbau eben nicht von den betroffenen Bürgern mitgetragen werden. Wer also Zeit hat am 21.09., auf nach Freiensteinau.

Hier noch die Links aus der Einladung zum anklicken.

http://www.rote-karte-al-wazir.de

https://www.facebook.com/rotekartealwazir

Offenlage Sachlicher Teilplan Erneuerbare Energien startet

Vom 24. Februar 2014 bis zum 25. April 2014 findet die Offenlage des Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien zur frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit statt.

Die Informationen sind folgendermaßen zugänglich:

www.rp-darmstadt.hessen.de (Planung&Verkehr/Regionalplanung/Regionalplan Südhessen/Teilplan Erneuerbare Energien) und etwas übersichtlicher allerdings auf den Frankfurter Raum bezogen hier:

http://www.region-frankfurt.de/erneuerbareenergien

Wir werden uns die Unterlagen im Detail ansehen und weiter berichten. Nach erster Sichtung scheint es in Birkenau kein Vorranggebiet zu geben.

Teilplan_EE_Birkenau_Umgebung

Hier die Legende zur Karte:

Legende_Teilplan_EE_Birkenau_Umgebung

Es bleibt zu klären ob das dann tatsächlich ausschließende Wirkung entfaltet, da es beim RP Darmstadt heißt: „Außerhalb dieser Vorranggebiete sollen keine raumbedeutsamen Windenergieanlagen errichtet werden.“ Was auf den ersten Blick zunächst eine schwammige Formulierimg ist.

 

 

 

Schwarz-Grün in Hessen beschlossen

Heute wurde der Koalitionsvertrag zwischen CDU und den Grünen unterschrieben. D.h. ab Januar haben wir in Hessen eine Schwarz-Grüne Regierung. D.h. nun für alle Initiativen genau auf die weiteren Vorgänge in Wiesbaden zu achten.

Die Grünen sind ja nach wie vor wild entschlossen die Landschaft mit Windkraftanlagen vollzustellen, egal ob sie nun sinnvoll oder nicht sind. 

Der komplette Koalitionsvertrag findet sich hier.

Dort heißt es auf Seite 19:

– Ausbau der Windenergie
 Das größte Potenzial der Erneuerbaren Energien in Hessen liegt in der Nutzung der Windkraft. Wir wollen die Windenergie in Hessen deutlich ausbauen und haben uns daher zum Ziel gesetzt, 2
Prozent der Landesfläche zu Vorrangflächen für den Ausbau von Windenergie auszuweisen. Aktuell werden in allen drei Regionalversammlungen Hessens entsprechende Regionalpläne mit diesem Ziel aufgestellt. Sollte dieses Ziel auch nach der Beschlusslage nicht realisiert werden können, wird die Koalition den Sachverhalt neu bewerten und zeitnah geeignete Maßnahmen zur Erreichung des 2-Prozent-Ziels ergreifen. Dazu gehört gegebenenfalls auch eine Änderung des
Landesentwicklungsplans. Auch in diesem Fall soll die Abstandsvorgabe von 1.000 Metern
beibehalten werden.

Der Ausbau der Windkraft erfolgt an hierfür geeigneten Standorten mit möglichst geringen
Auswirkungen auf die natürliche Umgebung und nach den Vorgaben der Landesplanung. Interessen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Aspekte des Kultur- und Landschaftsschutzes werden bei der Errichtung von Windkraftanlagen berücksichtigt. Unter der Maßgabe eines möglichst geringen Flächenverbrauchs sollen Windkraftanlagen an bereits vorhandenen Standorten modernisiert werden („Repowering“). 

Zur Erleichterung der Akzeptanz der Entwicklung von Windparks an geeigneten Standorten
unterstützen wir eine Solidargemeinschaft zwischen dem Land und Kommunen einerseits und von
Kommunen untereinander andererseits. Wir wollen die Kommunen an einem Teil des wirtschaftlichen Ertrags aus landeseigenen Flächen (Pachteinnahmen) beteiligen, unter der Voraussetzung, dass auch unter den Kommunen ein solidarischer Ausgleich erfolgt. Innerhalb der jeweiligen Solidargemeinschaft für ein konkretes Projekt gelten für das Land die gleichen Konditionen wie für die übrigen kommunalen Beteiligten.

Immerhin wird zumindest über 1000m Mindestabstand gesprochen. Aber interessant ist das das 2% Ziel wie ein Mantra weiter heruntergebetet werden. Ob überhaupt soviel Potentialfläche existiert auf der sich sinnvoll WKA betreiben lassen ist nach wie vor fraglich. Weiter unten wird zwar von „geeigneten Standorten“ gesprochen an denen die Akzeptanz gesteigert werden soll. Andererseits wird aber weiter oben dargelegt das man falls das Ergebnis der regionalpläne weniger als 2% Vorrangflächen ergibt, man geeignete Maßnahmen ergreifen will dieses „Ziel“ doch zu erreichen.

Im Klartext heißt das dann das man wahrscheinlich die Abstandsregelung oder andere Randparameter der Regionalpläne de fakto das Papier nicht wert sind auf dem sie geschrieben stehen falls in Summe die Vorrangflächen weniger als 2% der Landesflächen ergeben.

Es sei allen Initiativen in Hessen also ausdrücklich geraten genau zu verfolgen was bzgl. dieses Themas weiterhin geschieht. Ein Koalitionsvertrag ist, wie wir ja in der Vergangenheit gesehen haben, nicht gerade das verbindlichste Dokument in der Politik, zeigt aber immerhin die Geisteshaltung der Politik zu diesem Thema.

Artenschutzgutachten zu potenziellen Standorten für Windenergieanlagen (WEA) in Weinheim

Potentialfläche 3a/3b Weinheim

Potentialfläche 3a/3b Weinheim

In Weinheim wurde am Dienstag das Artenschutzgutachten zu den potentiellen Standorten für Windenergieanlagen vorgestellt. Eine detailierte Beschreibung der Veranstaltung findet sich beim Weinheimblog.

Das volle Gutachten ist auf der Webseite der Stadt Weinheim hier verfügbar.

Besonders interessant für uns sind die dort bezeichneten Potentialflächen FB 3 (Wachenberg und Hirschkopf) da diese in direkter Nähe zu Birkenau liegen. 

Die gute Nachricht für Birkenau dabei ist, dass man hier das Konfliktpotential zwischen Vögeln und WKA genauso wie zwischen Fledermäusen und WKA für sehr hoch einschätzt. Damit wird von einer Ausweisung als Fläche für WKA  auf Basis der avifaunistischen Betrachtung abgeraten.

Das speziell in diesem Bereich, nicht weit vom ehemals in Birkenau geplanten Standort, die Windverhältnisse ohnehin schlecht sind, wissen wir durch unsere Messungen ebenfalls. Auch wenn das vorgelegte Gutachten keine ausschließende Wirkung hat, ist es als Grundlage für den Teilflächennutzungsplan in Weinheim ein erster Schritt hin zu den Fakten.

Und Fakten die den Anwohnern und aufmerksamen Beobachtern offensichtlich sind, scheuen die Planer von Windkraftanlagen, wie wir wissen, ja gerne so lange wie möglich.

 

Film zur Erklärung der Zusammenhänge von erneuerbaren Energien/Energiewende

Hier ein gut gemachter Film der die Zusammenhänge zwischen EEG, Energieerzeugung, der Energiewende und der Probleme darstellt. Produziert von der Initiative Vernunftkraft die es sich zum Ziel gesetzt hat der euphorischen und oft kritiklosen Überhöhung der Erneuerbaren Energien eine klare Argumentation entgegen zu stellen.

 

Auch wenn das Projekt in Birkenau gestoppt wurde, in Weinheim ist das Thema immer noch aktuell und Anlagen die auf dortiger Gemarkung aufgestellt werden, haben auch direkten Einfluss auf Birkenau. Vom indirekten Einfluss solcher Anlagen in windarmen Gebieten auf das Stromsystem, die Kosten abgesehen.

Vorerst kein Teilflächennutzungsplan Windkraft in Birkenau

In der letzten Gemeindevertretersitzung am letzten Dienstag wurde über die Aussetzung der Auftragsvergabe für die Erstellung des FNP abgestimmt. Es setzte sich eine Mehrheit von SPD, Grünen und FDP mit 14 Stimmen gegen 10 Stimmen der CDU und der Freien Wähler durch.

Es ist zu hoffen, das die Aussagen man wolle zunächst nur die Ergebnisse des Regionalplanes Südhessen abwarten nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Laut Aussage der Birkenauer Grünen sei Birkenau ohnehin keine Vorrangfläche da es sich um eine Schwachwindzone handelt.

Aufgrund der bekanntgewordenen Pläne der hessischen Grünen die den Ausbau der Windkraft um jeden Preis in Südhessen vorantreiben wollen und der momentan noch offenen Regierungsbildung in Wiesbaden sehen wir die Situation bzgl. des Regionalplanes im Moment eher kritisch. Fakten wie mangelnder Wind waren bisher beim Thema Windkraft ja leider eher sekundäre Argumente.

Wir werden auch weiterhin die Entwicklungen hier kritisch beobachten.

Kommentar zur Einstellung des Projektes Windpark in Birkenau

So, es ist vollbracht, das namensgebende Ziel der Initiative wurde erreicht, es gibt keinen Windpark in Birkenau. Das ist für uns als Bürgerinitiative ein schöner Erfolg und zeigt das Engagement von Bürger etwas bewegen kann.

Natürlich ist man von Seiten der Stadtwerke Viernheim und vor allem des Planungsbüros 3p Herrn Simon darauf bedacht zur Gesichtswahrung den Eindruck zu erwecken unsere Aktivitäten hätten hier keinen Einfluss gehabt.

Aber wieder einmal sind wir von unserer Gemeinde enttäuscht. Offenbar war die Energieinitiative zum Termin am Montag eingeladen, uns hat man außen vor gelassen. Wirkliche Bürgerbeteiligung sieht anders aus. Ein Blick nach Weinheim würde genügen, wo man versucht die Bürgerinitiative aktiv einzubinden. Offenbar fehlt zur wirklichen Auseinandersetzung mit kritischen Stimmen aus der Bürgerschaft der Mut in Birkenau. Das Gemeinderatsmitglied Herr Kruse z.B. betont lieber in einem Leserbrief vom 3.8.13 in den Weinheimer Nachrichten zu IKEK die 2408 Stimmen die er bei der Wahl erhalten hat. Offenbar hält man hier das Mandat für einen Freibrief der den Mandatsträger über den „normalen“ Bürger erhebt und ihn in die Lage versetzt mehr zu wissen. Tatsächlich ist das Mandat aber eben nur das; ein Mandat, mehr oder besseres Wissen, das manchmal auch zu besseren Entscheidungen immer aber zu besserem Verständnis führt, kann man aber nur durch Lernen und nicht durch Wahlen erlangen.

Das führt wieder zurück zum Thema. Ausnahmslos alle Punkte die nun als Begründung von den Stadtwerken und dem Planer für den Stop des Projektes aufgeführt wurden, waren von Anfang an bekannt. Schwierige Zuwegung, weite Wege für die Energieableitung, Roter Milan, Fledermäuse, Siedlungsabstände wurden allesamt schon in den Informationsveranstaltungen im Frühjahr 2012 von den Bürgern vorgebracht, aber milde lächelnd sowohl von der Gemeinde als auch dem Planer und den Stadtwerken abgetan. Auch bei Gesprächen mit den Ortsvorstehern in diesem Jahr wurden diese Punkte vorgebracht und wie uns berichtet wurde wieder als irrelevant abgetan.

Es ist schwierig hier dem infantilen Drang zur Aussage: „Das haben wir euch gleich gesagt“ zu widerstehen. Tatsächlich ist es aber genau so. Was hier als Erkenntnis eines langwierigen und teuren Analyseverfahren dargestellt wird hätte jeder durch Kartenstudium, Ortsbegehung und einfache Rechnungen bereits im Sommer letzten Jahres feststellen können. Das hätte keinen mittleren fünfstelligen Betrag gekostet, wie berichtet wird, sondern lediglich einige Arbeitstage des Planers und des Projektleiters der Stadtwerke Viernheim. Das man den kritischen Aussagen der Bürger ohne eigene Recherche nicht geglaubt hat ist ja noch nachvollziehbar, das man aber Gutachten benötigt wirft doch die ein oder andere Frage auf.

Gelinde gesagt eine Zumutung ist die Aussage des Planers die Windgeschwindigkeiten wären ausreichend und die von uns beauftragten und von Fachunternehmen durchgeführten Messungen seien nicht fachgerecht gewesen. Wie hat er das denn festgestellt? Der Planer hat gerade einmal wenige Wochen mit einem akustischen SODAR Messgerät messen lassen. Laut TÜV Süd für aussagekräftige Messungen ein ungeeignetes Verfahren. Ansässige Landwirte haben dann auch berichtet das während der Zeit der Messung umfangreicher Traktorverkehr der natürlich Lärm erzeugt in der Nähe war. SODAR Messgeräte reagieren aber durchaus empfindlich auf Umgebungslärm mit erhöhter Messungenauigkeit. Sieht so eine professionelle Messung aus um ein multi-millionen Projekt zu starten?

Hier wird sich  einem uralten rhetorischen Kunstgriff aus Schopenhauers Eristischer Dialektik – dem „argumentum ad auditores gearbeitet. Dort heißt es:

Wenn ein Publikum vorhanden ist, das schlechter informiert ist als die Gegner […] können ungültige Gegenargumente gebraucht werden, solange sie dem Publikum plausibel sein können. Will der Gegner die Ungültigkeit aufzeigen, muss er zunächst das Publikum belehren, das die Belehrung nicht ohne Weiteres akzeptiert.
Ein ungültiger Einwurf, dessen Ungültigkeit aber nur der Sachkundige einsieht, die Hörer jedoch nicht, wird so in ihren Augen das Sachargument schlagen.

Das alles legt den Eindruck nahe, das man bei Beginn des Projektes der allgemeine Goldgräberstimmung bzgl. erneuerbarer Energien und Windkraft im speziellen erlegen ist. Dies betrifft alle Seiten:

  • Die Gemeinde die anfänglich noch von finanziellem Segen ausgegangen ist. Bei unserer letzten Veranstaltung in Birkenau hat der anwesende Bürgermeister Morr aber bereits eingesehen, das der Windpark kaum finanzielle Vorteile für die Gemeinde Birkenau bringt. Das hörte sich einige Monate zuvor noch anders an.
  • Die Stadtwerke Viernheim die das Projekt mit Mitteln der Energiegenossenschaft Starkenburg und wahrscheinlich aus ihrem Sonnenschein Programm finanzieren wollte. Bei Sonnenschein wird aber z.B. ein Zins für die Kunden garantiert, evtl. Verluste müsste das Unternehmen selbst tragen. Berichte über andere Windparks deren Ertragsprognosen deutlich überzogen waren haben hier offenbar auch einen Denkprozess gestartet.
  • Der Planer, der anfänglich wahrscheinlich glaubte mit einfachen Gutachten des Anlagenherstellers (z.B. für die Lärmentwicklung) und dem politischen Willen zur Energiewende und den daraus resultierenden bevorzugungen der Windkraft, das Projekt reibungslos und schnell umsetzen zu können.
  • Und die Energieinitiative, die nur zu gerne glauben wollte das man damit die Gemeinde Birkenau was Strom betrifft autark bekommen könnte. Dabei aber leider diverse technische Tatsachen nicht richtig bewertet hat. Traurig dabei ist, dass offenbar die Gemeinde auf die Aussagen der Energieinitiative unkritisch vertraut hat.

Neben unserem Widerstand der über die Monate immer mehr Unterstützer sowohl unter den Bürgern als auch im Gemeinderat fand hat sicher auch der allmähliche Stimmungswandel im Land weg von der Hurra-Stimmung zur Erkenntnis geführt das das Projekt genauestens beobachtet wird. Die Nachrichtenlage mit Offshore Windparks die mangels Energieableitung mit Diesel betrieben werden müssen, steigenden Stromkosten durch die EEG Umlage, Berichte über unrentable Windparks oder fragliche Vorgänge bei Windkraftinvestoren wie Prokon zeigen das es hier nicht um den Klima oder Naturschutz geht, sondern um ein Geschäft.

Nachdem vor der Sommerpause der Aufstellungsbeschluss für den Teilflächennutzungsplan durch die Initiative von CDU und Freien Wählern beschlossen wurde, war offenbar auch den Stadtwerken und 3p klar, das der Widerstand einen ersten Erfolg zu verbuchen hat, denn eine Baugenehmigung ist jetzt zumindest die nächsten 12 Monate nicht zu erwarten. Darüber hinaus birgt aus Sicht des Planers der FNP auch noch das Risiko das für Großanlagen gar keine Möglichkeit besteht weil alternative Standorte für andere Anlagen ausgewiesen werden und der Stenges mangels Wind eben nicht.

Soweit unsere erste Einschätzung dieser für uns sehr erfreulichen Nachricht. Über einzelne Punkte der Begründung wird es in den nächsten Tagen noch ausführlichere Artikel hier geben, wir können und wollen die im Raum stehenden Aussagen nicht unkommentiert in der Öffentlichkeit stehen lassen.

 

 

Stadtwerke Viernheim geben Planung des Windparks auf!

Bei einer Pressekonferenz haben die Stadtwerke am 26.08.2013 bekannt gegeben die Planung des Windparks Im Stenges aufzugeben. 

Nach Aussagen des Projektplaners und der Stadtwerke war für die Entscheidung ausschlaggebend das mehrere negative Faktoren zusammen kamen. Neben der aufwendigen Zuwegung hätte auch die Energieableitung nicht absehbare Kosten aufgeworfen da die 20kV Leitung in Kallstadt nicht ausreichende Kapazität hat und eine separate Leitung zum Umspannwerk hätte gebaut werden müssen. Zusätzlich wurde ein Rotmilanhorst und Fledermausquartiere im Umkreis der geplanten Anlagen gefunden.

Keine Rolle habe die Windgeschwindigkeit gespielt die bei 6,25 m/s auf 140m Höhe liegen würde.

Unsere Windmessungen hätten ebenfalls keine Rolle gespielt und wurden von Herrn Simon als wenig fachgerecht bezeichnet. Das finden wir interessant, vor allem da von seiner Seite offenbar nur einige Wochen SODAR Messungen (sehr ungenau und laut TÜV als alleinige Messung ungeeignet) durchgeführt wurden.

Ein ausführlicher Kommentar folgt nachdem wir mehr Details haben.

EEG Umlage 2014 bei 7ct?

Dieser Tage sind in der Presse die ersten Abschätzungen über die Höhe der EEG Umlage 2014 zu finden. Offiziell wird die Höhe der EEG-Umlage für 2014 erst Mitte Oktober (nach den Wahlen) von den vier großen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht. Greenpeace geht davon aus das die Umlage auf 4,6 ct/kWh sinken könnte wenn die Politik die Rabatte für die Industrie reduzieren würde und den Emissionshandel reformieren würde. Wie allgemein bekannt ist die „Strompreisbremse“ im Vorfeld der Bundestagswahl dieses Jahr aber zunächst gescheitert. D.h. diese Einschätzung von Greanpeace hat für den Verbraucher leider keinerlei praktischen Wert, sondern dient eher dazu die Tatsachen zu verschleiern.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CSU) ging Anfang Juni davon aus, dass die Abgabe auf mehr als sechs Cent pro kWh steigen wird. Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) geht davon aus, dass die EEG-Umlage zum kommenden Jahr auf bis zu sieben ct/kWh steigen wird.

Die FAZ berichtet, dass momentan das Ausgleichskonto auf Basis dessen Saldos im September die EEG Umlage des Folgejahres berechnet wird ein Defizit von 1,75 Milliarden Euro aufgelaufen ist. Es wird von den Netzbetreibern erwartet das bis Ende September dieses Defizit auf mehr als 3 Milliarden Euro steigen wird.

D.h. für den normalen Stromverbraucher das nach der Erheblichen Steigerung der Stromkosten für 2013 die EEG Umlage für 2014 wahrscheinlich um etwa 30% steigen wird. Für einen Durchschnittshaushalt mit 3500 kWh Jahresverbrauch bedeutet das dann etwa 70€ Mehrkosten pro Jahr nachdem bereits 2013 für die gleiche abgenommene Strommenge bereits etwa 65€ mehr fällig wurden. D.h. für den genannten Durschnittshaushalt werden binnen zwei Jahren nur für die EEG Umlage über 11€ pro Monat mehr fällig. Gesamt zahlt der genannte Haushalt knapp 300€ pro Jahr EEG Umlage.

Es kann sich jeder selbst anhand seines eigenen Verbrauchs ausrechnen wie viel das bei ihm sind und sein werden.