Weiterer Erfolg bei der Verhinderung von WKA an windschwachem Standort

Wie wir gestern erfahren haben kann die Bürgerinitiative in Beerfelden einen großen Erfolg verbuchen. Die Energiegenossenschaft Odenwald hat die Genehmigungsanträge beim Regierungspräsidium zurückgezogen und bricht Ihre Projekte in Beerfelden und in Sensbach ab
Immerhin waren hier 14 über 200 m hohe WKA geplant und zur Genehmigung (teilweise schon Ende 2013) eingereicht worden.

Glückwunsch an die Kollegen dort. Den Erfolg hat man hierbei wie auch hier bei uns in Birkenau mit einer professionellen Windmessung erzielt. Auch hier waren die aus dem Windatlas angenommenen Werte bei weitem zu hoch. Tatsächlich konnte man über die Wintermonate gerade 3,62 m/s messen.  Ein Wert von dem wir wissen das damit ein wirtschaftlicher Betrieb nicht einmal ansatzweise möglich ist.

Im Bericht des Darmstädter Echos liest es sich sogar so als ob die Energiegenossenschaft Odenwald ihre Aktivitäten im Bereich neuer Windkraftanlagen aufgeben würde. Als Grund hierfür wird der Widerstand in der Bevölkerung angegeben dem man als regionale Genossenschaft nicht entgegen handeln könnte. Es heißt im Echo hierzu:

Ausdrücklich bezogen Breunig und er diese Aussage auch auf alle weiteren potenziellen Windräder-Areale, auf die sie Zugriff haben. Obwohl dies den Abschied von einem Geschäftszweig bedeute [..]“ 

Das wird man noch verfolgen müssen. Hoffen wir das dies bei anderen Projekten die noch vorangetrieben werden dazu führen, dass man unabhängig von den nicht uneigennützigen Versprechen von Planern die tatsächliche Situation mit professionellen Windmessungen erfasst. Das wird im Binnenland regelmäßig zu Enttäuschungen führen, bei Bürgermeistern und Landbesitzern die sich hohe Erträge erhoffen und Politikern die an irgendwelche prozentualen Flächenziele glauben. Aber es verhindert die Errichtung weitgehend nutzloser Anlagen und sinnloser Vernichtung von Anlegerkapital.

[Update 21.04.2014]

Sie Stellungnahme der Energiegenossenschaft Odenwald klingt nun weniger danach das man Windkraftprojekte gar nicht mehr anstrebt. Es heißt dort das man Bürgerbefragungen in den in Frage kommenden Gebieten im Odenwaldkreis vorantreiben will. Immerhin etwas.

[/Update]

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