Brandschutz bei WKA in Waldgebieten?

Was passiert eigentlich wenn eine WKA in Brand gerät? Die Planer und Betreiber werden sagen kommt nur äußerst selten vor. Mag sein, bzw. stimmt sicherlich, aber je größer die Anzahl der installierten Anlagen ist, umso größer auch die Wahrscheinlichkeit das so etwas auftritt. In den Sommermonaten ist bei uns Rauchen und offenes Feuer aus gutem Grund im Wald verboten. Jetzt stellt man Industrieanlagen dort auf, wie aber steht es um den Brandschutz? Sehen wir uns mal an wie sowas aussieht:

Eine WKA (vor allem in der Größenordnung wie Im Stenges geplant) hat neben der elektrischen Ausrüstung eben auch mechanische Teile die enorme Kräfte übertragen müssen. Lager können heißlaufen, Generatoren oder Leistungselektronik können durch Verschleiß, Tiere die eben doch einen Weg in die Anlage finden, Korrosion, Softwarefehler oder andere Gründe Defekte Entwickeln, die zu Hitzeentwicklung und letztlich einem Brand führen. Das gilt aber grundsätzlich für so ziemlich jede technische Anlage. Nicht zuletzt deshalb haben große Firmen wie z.B. Freudenberg eine eigene Werksfeuerwehr.

Jetzt will man also in Birkenau mehrere über 150m hohe WKAs mitten in den Wald stellen. Keine der freiwilligen Feuerwehren hat Ausrüstung um dort bei evtl. Bränden einzugreifen. Auch eine Wasserversorgung stelle ich mir „Im Stenges“ schwierig vor.

Stellt sich also die Frage ob die Gemeinde die Feuerwehren dann auf eigene Kosten aufrüstet oder ob hier der Betreiber dafür sorgt. Oder werden gar automatische Löschanlagen installiert (so etwas ist nicht nur teuer sondern muss zusätzlich regelmäßig gewartet werden).

Und die Gefahr eines Waldbrandes ist das Eine, da sich die Rotoren aber weiterdrehen, besteht auch die Gefahr das Funken/brennende Trümmer „geworfen“ werden und evtl. Bebauung auch in größerer Entfernung in Brand setzt.

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