Vergleichswerte des Hess. Landesamtes für Umwelt und Geologie

Auch wenn unser Staat immer gescholten wird er würde mit Steuergeldern bezahlte Daten nicht den Bürgern zur Verfügung stellen, muss man auch die Fälle anerkennen in denen das nicht der Fall ist. Die letzten Tage bin ich bei der Suche nach Windmessungen in unserer Umgebung auf solche Daten gestoßen.

Die Webseite des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie ist eine überaus umfangreiche Quelle von Umweltmessdaten aus ganz Hessen. Für uns hier ist die Messstation in Fürth von direktem Interesse.

Hier kann man zahlreiche Messwerte wie Temperatur, Luftdruck, Relative Luftfeuchte, Ozonkonzentration und nicht zuletzt Windgeschwindigkeit und Windrichtung der letzten 15 Jahre abfragen.

Die Messstation befindet sich in Fürth genau hier:


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Damit ist sie etwa 12km Luftlinie vom Stenges entfernt, allerdings auf einer Höhe von 484 m über N.N. und damit sogar über der geplanten Nabenhöhe der Anlagen am Stenges.

Da diese Daten öffentlich sind hier eine Auswertung über die letzten 12 Monate, das einen Mittelwert der Windgeschwindigkeit in Fürth von 2,4 m/s ergibt. Quelle die oben genannten Daten des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie.

Fürth 1 Jahr

Wenig überraschend bestätigen auch die dortigen für jeden frei verfügbaren Messergebnisse unsere Messung am Stenges der Größenordnung nach. Selbst bei wohlwollender Betrachtung kommt man hier nicht einmal in die Nähe von 5,5 m/s im Durchschnitt. Über 10 m/s wo wir dann im Bereich der Vollast wären liegen über die letzten 15 Jahre gemessen so gut wie nie an, in den letzten 12 Monaten gar nicht. D.h. unsere nun seit vier Monaten laufende Messung mit dem 20 m Mast kann so mit völlig unabhängig und offiziell erhobenen Daten als bestätigt angesehen werden. Um aber auch noch den letzten Zweifler zu überzeugen, bevor uns vorgeworfen wird Fürth sei ja 12 km entfernt, wird ja seit letzter Woche auch mit dem 60 m  Mast am Stenges gemessen. Damit dürfte dann ein für allemal dokumentiert sein, das die Windgeschwindigkeit am Stenges für einen wirtschaftlichen und damit sinnvollen Betrieb nicht ausreicht. Und nur ein sinnvoller Betrieb, der eine ausreichende Stromerzeugung vorweisen kann, könnte überhaupt ein Argument sein den Anwohnern die Windräder zuzumuten.

Auch vom Deutschen Wetterdienst vorliegendes Kartenmaterial  zeigt das Birkenau zu den schlechtesten Standorten für WKA Anlagen zählt.

D.h. und ich wiederhole mich, mit den vorliegenden Daten ist für jeden nachvollziehbar und klar dargelegt, dass am Stenges ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb der WKA nicht machbar ist.

Mag sein, das der Betreiber Stadtwerke Viernheim andere Gründe hat diese Anlagen zu errichten. Unmittelbare Einnahmen und damit langfristig Gewinn aus der Einspeisung des  erzeugten Stromes kann aufgrund der vorliegenden Datenbasis der Grund aber nicht sein.

 

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