SPD spricht von „Populismus“ heute in den Weinheimer Nachrichten

Mit Freude haben wir festgestellt, dass jetzt endlich das Thema Windkraft auch in der Gemeindevertretung kontrovers diskutiert wird. Die CDU will heute (9.4.2013) Abend einen Eilantrag einbringen (siehe Beitrag weiter unten) und die SPD empört sich darüber heute.

Dort heißt es z.B.:

[…] die dafür notwendigen Untersuchungen seien im Vorfeld der Entscheidung für den Pachtvertrag bereis vom Fachbüro Simon (3P Energieplan) durchgeführt worden […]

Es sollte auch der SPD Fraktion und der Gemeinde als ganzes zu denken geben wenn man die Untersuchungen genau von demjenigen durchführen lässt der auch die Projektentwicklung durchführt. Die notwendigen Untersuchungen beziehen sich dabei offensichtlich nicht auf eine vernünftige Windmessung, sondern offensichtlich nur auf die Karten des RP Darmstadt für „Suchräume für Windvorrangflächen“ und Windkarten  des DWD. Dort heißt es aber z.B.

„Die Windkarten und –daten ermöglichen eine Abschätzung der Größenordnung des zu  erwartenden Windenergieertrags. Sie liefern somit erste Anhaltspunkte, wo eine Windenergienutzung sinnvoll sein kann. Für die Errichtung von Windenergiekonvertern
wird zur Absicherung der Wirtschaftlichkeitsberechnungen ein standortbezogenes Windgutachten
empfohlen.“

Angeblich wurde vom Projektträger ja bereits viel Geld investiert, stellt sich nur die Frage in was, in Windmessungen, wie jeder im Stenges sehen konnte bisher noch nicht.

aber weiter heißt es in den WN von heute:

Ebenfalls sei die Behauptung schlicht falsch, dass der Bau von Windrädern subventioniert werde. […] richtig sei , dass die einzige Subvention der garantierte Preisaufschlag auf den Produzierten Strom sei. 

Hervorragende Haarspalterei. Selbstverständlich wird der Bau nicht direkt oder gar staatlich, d.h. aus Steuergeldern subventioniert, das ändert aber nichts daran, dass die für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung zu absurd hohen Preisen eine Subvention durch die Stromkunden für den Betrieb und über die Amortisation natürlich auch für den Bau ist. Und letztendlich ist dem Bürger egal ob hier Unternehmen Geldgeschenke über den Umweg Steuer oder direkter den Strompreis bekommen, es kommt immer aus dem gleichen Geldbeutel.

Am Schluss sagt die SPD in den WN:

„Wenn sich die Anlagen nicht rentieren sollten, werde nicht mehr diskutiert, dann werde einfach nicht gebaut.“

Dann ist ja eigentlich alles klar, nach einer fachgerechten Windmessung über 12 Monate auf 2/3 Nabenhöhe (Anforderungen gemäß FGW Teil 6 2.1.1 und 2.1.2 wie vom TÜV Süd bestätigt) kann gemäß unserer nunmehr mehr als 5 Monate (dabei die windstärksten) andauernden, mehrfach redundanten Messung (20m mast, 60m mast, LIDAR) das Ergebnis nur sein; es weht zu wenig Wind. Die unten gezeigte SODAR Messanlage ist für ein fachgerechtes Windgutachten eine Unterstützung aber eben nicht ausreichend. Aber bestimmt wird in Kürze noch ein entsprechender Messmast für eine unabhängige Messung zusätzlich aufgestellt.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

9 + 2 =