Artikel im Starkenburger Echo vom 10.05.2013 zur Gemeindevertretersitzung vom 7.5.2013

Und wieder einmal hat Frau Menrath vom Starkenburger Echo einen alles andere als neutralen Artikel und einen Kommentar zum Thema Windkraft in Birkenau veröffentlicht. War schon die Berichterstattung über die Informationsveranstaltung letztes Jahr in Lörbach voll des Lobes und hat die schon fast tumultartigen Szenen unterschlagen, so sind die heutigen Artikel nicht weniger parteiisch.

Frau Menrath sieht hier eine knappe Mehrheit von zwei Stimmen zum Antrag der CDU einen Flächennutzungsplan aufzustellen. Offenbar übersieht man hier die Größe der Gemeindevertretung. Die knappe Mehrheit entspricht immerhin 7,6% der Stimmen. Oder anders gesagt mit 50% der Stimmen wurde der Antrag angenommen. Insgesamt waren 26 abstimmungsberechtigte Anwesend, 13 (50%) haben für den Antrag, 11 (42,3%) haben dagegen gestimmt und 2 (7,6%) haben sich enthalten.

In ihrem Kommentar bezeichnet sie uns als „Wutbürger“. Das grenzt bereits fast schon an eine Beleidigung.  Bürger die ihre Bürgerrechte in Anspruch nehmen sind keine „Wutbürger“!

Frau Menrath schreibt in Ihrem Kommentar:

„Eine lautstarke Minderheit hat mit viel Präsenz einen Teilerfolg erzielt, die CDU zum Einknicken gebracht und mit einem teilbereichsbezogenen Flächennutzungsplan das Verfahren zumindest verzögert. Die Gemeinde muss mindestens 50 000 Euro investieren für Gutachten, die die Investoren ebenfalls in Auftrag gegeben haben und deren erste Ergebnisse gerade erst eintrudeln.“

Woher nimmt Frau Menrath die Erkenntnis das wir eine Minderheit sind? Persönliche Gespräche geben uns ein anderes Bild. Und die CDU ist nicht eingeknickt, sondern versucht gemeinsam mit den Freien Wählern den Bürgern die Beteiligung zu verschaffen die von Anfang an vom Planer und der Gemeinde vollmundig versprochen und abgesehen von zwei Informationsveranstaltungen über ein Jahr hinweg nicht  eingehalten wurde.

Was die Kosten für die Gemeinde betrifft; ein solches Projekt sollte auch von Seiten der Gemeinde mit unabhängigen Fachleuten begleitet werden und die kosten Geld. Leider hat sich die Gemeinde aber von der Energieinitative zu einem unüberlegten Schnellschuß hinreißen lassen. Bei der Energieinitative herrscht aber mehr der Glaube jede Erneuerbare Energie sei aus sich selbst heraus einfach gut und sinnvoll. Physikalische und technische Tatsachen spielen leider nur eine untergeordnete Rolle. Die Gemeinde hat sich aber offenbar völlig auf die Aussagen der EI, des Planers und der Stadtwerke Viernheim verlassen. Zumindest die beiden letzten haben aber eigene Interessen die nicht unbedingt mit denen der Gemeinde oder gar der von ihr vertretenen Bürger übereinstimmen müssen.

Alles in allem ist es erschreckend wie in der Presse immer wieder das Mantra der guten erneuerbaren Energien ohne kritische Betrachtung der Umstände heruntergebetet wird und jeder der es auch nur wagt  kritische Fragen zu stellen sofort durch unsägliche Begriffe wie „Wutbürger“ diskreditiert wird.

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