Aufstellungsbeschluss des FNP – Kleinwindanlagen als Alternative

Ein Flächennutzungsplan zur Windenergienutzung darf keine Verhinderungsplanung sein. D.h. damit er Gültigkeit erhält müssen Gebiete zur Windkraftnutzung ausgewiesen werden damit dann alle anderen Ausschlussgebiete werden können. Soweit die allgemeinverständliche Definition zum Thema.

In der Gemeindevertretung, vor allem bei den Befürwortern der Windkraft dort ist man der Meinung deshalb könne es beim FNP gar kein anderes Ergebnis als den Stenges geben und deshalb wäre der FNP hinausgeworfenes Geld, das in der Gemeinde anderweitig besser investiert wäre. 

Leider übersieht man hier die Tatsache das Windkraft nicht auf die riesigen Windräder die in Schwachwindgebieten wie hier in Birkenau geplant werden, beschränkt ist. Es gibt auch verschiedenste Bauformen von Kleinwindanlagen. Vorteil dieser Anlagen ist dass sie aufgrund der geringeren vom Wind zu bewegenden Massen bei wesentlich niedrigeren Windgeschwindigkeiten anlaufen, d.h. früher als die großen Anlagen Strom erzeugen. Solche Anlagen sind z.B. auch nur zwischen 10 und 15m hoch und wesentlich leiser als die turmhohen Anlagen.

Wenn man denn unbedingt Windkraft in Birkenau haben möchte, dann sind solche Anlagen sowohl wirtschaftlich als auch vom Einfluss auf die Anwohner eine bedenkenswerte Alternative.

Ein FNP erhält hier der Gemeinde die Planungshoheit und verhindert das sich jeder und überall eine solche Anlage in den Garten oder auf den Hof stellt, denn das ist sicher auch nicht gewollt.

Bei der sicherlich morgen bei der Gemeindevertretersitzung aufkommenden Diskussion um den Aufstellungsbeschluss sollten die Gemeindeverteter dies bedenken. Windkraft ist nicht nur das was die Stadtwerke Viernheim und der Planer Simon vorhaben. Wie fast immer gibt es Alternativen.

Wir hoffen das die Gemeindevertretung in der morgigen Sitzung den Aufstellungsbeschluss ohne weitere Versuche vor allem der SPD Fraktion den bereits zweimal abgestimmten Beschluss zu verzögern, beschließt damit die Planung beginnen kann.

Alles andere wäre ein unwürdiges Schauspiel das nach bereits erfolgter zweimaliger positiver Abstimmung für die Bürger nicht nachvollziehbar wäre.

Wir werden über die Sitzung an dieser Stelle wieder berichten.

 

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