EEG Umlage 2014 bei 7ct?

Dieser Tage sind in der Presse die ersten Abschätzungen über die Höhe der EEG Umlage 2014 zu finden. Offiziell wird die Höhe der EEG-Umlage für 2014 erst Mitte Oktober (nach den Wahlen) von den vier großen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht. Greenpeace geht davon aus das die Umlage auf 4,6 ct/kWh sinken könnte wenn die Politik die Rabatte für die Industrie reduzieren würde und den Emissionshandel reformieren würde. Wie allgemein bekannt ist die „Strompreisbremse“ im Vorfeld der Bundestagswahl dieses Jahr aber zunächst gescheitert. D.h. diese Einschätzung von Greanpeace hat für den Verbraucher leider keinerlei praktischen Wert, sondern dient eher dazu die Tatsachen zu verschleiern.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CSU) ging Anfang Juni davon aus, dass die Abgabe auf mehr als sechs Cent pro kWh steigen wird. Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) geht davon aus, dass die EEG-Umlage zum kommenden Jahr auf bis zu sieben ct/kWh steigen wird.

Die FAZ berichtet, dass momentan das Ausgleichskonto auf Basis dessen Saldos im September die EEG Umlage des Folgejahres berechnet wird ein Defizit von 1,75 Milliarden Euro aufgelaufen ist. Es wird von den Netzbetreibern erwartet das bis Ende September dieses Defizit auf mehr als 3 Milliarden Euro steigen wird.

D.h. für den normalen Stromverbraucher das nach der Erheblichen Steigerung der Stromkosten für 2013 die EEG Umlage für 2014 wahrscheinlich um etwa 30% steigen wird. Für einen Durchschnittshaushalt mit 3500 kWh Jahresverbrauch bedeutet das dann etwa 70€ Mehrkosten pro Jahr nachdem bereits 2013 für die gleiche abgenommene Strommenge bereits etwa 65€ mehr fällig wurden. D.h. für den genannten Durschnittshaushalt werden binnen zwei Jahren nur für die EEG Umlage über 11€ pro Monat mehr fällig. Gesamt zahlt der genannte Haushalt knapp 300€ pro Jahr EEG Umlage.

Es kann sich jeder selbst anhand seines eigenen Verbrauchs ausrechnen wie viel das bei ihm sind und sein werden.

 

One thought on “EEG Umlage 2014 bei 7ct?

  1. Alfred Braun

    Ein Faß ohne Boden. Selbst der Stromanbieterwechsel hilft hier nicht mehr weiter. Die EEG-Umlage gehört auf den Prüfstand! Es ist doch nicht die Schuld der Verbraucher, dass ein Großteil „sauberen“ Stroms mit wirtschaftlich ineffizienten Anlagen erzeugt wird.

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