Die nächste Pleite eines Windkraftfinazierers – Windwärts

Der niedersächsische Windkraft-Projektierer Windwärts hat wie heute bekannt wurde auch Insolvenz angemeldet. Windwärts hat wie Prokon bei Privatpersonen Geld für den Bau von Windkraftanlagen eingesammelt. Das fand allerdings in wesentlich kleinerem Umfang als bei Prokon statt.

Bereits im letzten Jahr musste die Zahlung von Genussrechtskapital in Höhe von 1,9 Mio Euro ausgesetzt werden. Dieses Jahr konnten Zinszahlungen von insgesamt 1,3 Mill. Euro nicht geleistet werden wie in der Presse berichtet wurde.

Bisher war man bei Windwärts der Meinung das Rückzahlungsansprüche der Genussrechtsinhaber bei der Beurteilung der Zahlungsunfähigkeit nicht berücksichtigt werden müssten. Nach einem von Windwärts beauftragten Rechtsgutachten ist das nicht der Fall und die Insolvenz wurde umgehend beantragt.

Soweit die offizielle Begründung warum man jetzt Insolvenz anmeldet.

Tatsächlich zeigt sich hier, dass offenbar das Geschäftsmodell der Finanzierer nicht tragfähig ist. Entweder weil die Windparks eben nicht genug erwirtschaften oder die Renditeversprechen überzogen waren. Vermutlich trifft aber beides zu.

Im Gegensatz zu Prokon, die langfristige Investitionen in Windparks (15 -20 Jahre) mit kurzfristig kündbarem (4 Wochen) Kapital der Genussrechtsinhaber finanziert haben, hat Windwärts hier längere Kapitalbindungen vereinbart.

Leider werden hier nun wieder einige Menschen (wohl etwa 1600) die den Versprechen eine gute Rendite zu erhalten und auch noch die Welt zu retten, geglaubt haben große Verluste erleiden.

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