Artenschutzgutachten zu potenziellen Standorten für Windenergieanlagen (WEA) in Weinheim

Potentialfläche 3a/3b Weinheim

Potentialfläche 3a/3b Weinheim

In Weinheim wurde am Dienstag das Artenschutzgutachten zu den potentiellen Standorten für Windenergieanlagen vorgestellt. Eine detailierte Beschreibung der Veranstaltung findet sich beim Weinheimblog.

Das volle Gutachten ist auf der Webseite der Stadt Weinheim hier verfügbar.

Besonders interessant für uns sind die dort bezeichneten Potentialflächen FB 3 (Wachenberg und Hirschkopf) da diese in direkter Nähe zu Birkenau liegen. 

Die gute Nachricht für Birkenau dabei ist, dass man hier das Konfliktpotential zwischen Vögeln und WKA genauso wie zwischen Fledermäusen und WKA für sehr hoch einschätzt. Damit wird von einer Ausweisung als Fläche für WKA  auf Basis der avifaunistischen Betrachtung abgeraten.

Das speziell in diesem Bereich, nicht weit vom ehemals in Birkenau geplanten Standort, die Windverhältnisse ohnehin schlecht sind, wissen wir durch unsere Messungen ebenfalls. Auch wenn das vorgelegte Gutachten keine ausschließende Wirkung hat, ist es als Grundlage für den Teilflächennutzungsplan in Weinheim ein erster Schritt hin zu den Fakten.

Und Fakten die den Anwohnern und aufmerksamen Beobachtern offensichtlich sind, scheuen die Planer von Windkraftanlagen, wie wir wissen, ja gerne so lange wie möglich.

 

Brände von Windkraftanlagen

Wir haben ja bereits in älteren Beiträgen und unseren Veranstaltungen darauf hingewiesen. Von Windkraftanlagen geht, wie von jeder anderen technischen Anlage immer eine gewisse Gefahr aus. Das ist an sich nichts bedrohliches, gibt es genau dafür Vorschriften und Vorkehrungen um das Risiko zu minimieren und falls doch etwas passiert die Auswirkungen in Grenzen zu halten.

Wir hören aber gerade von grüner Seite das die Windkraft in unserer Region große Priorität genießt und um fast jeden Preis ausgebaut werden muss. Wie wir ja auch in Birkenau gesehen haben sind Anlagen im Wald mit den entsprechenden Rodungen kein Problem. Im Mossautal hat man ebenfalls einen bewaldeten Standort gewählt.

Führt man bei den Befürwortern das Argument an das Industrieanlagen in einem Wald ein unkalkulierbares Risiko seien, die Erreichbarkeit schwierig und das Waldbrandrisiko gerade im Sommer hoch ist, wird das üblicherweise als übertreiben abgetan. Selbst das Argument das in den Sommermonaten strikte Rauchverbote, Verbot von offenem Feuer aller Art in unseren Wäldern gilt, verfängt nicht. Wann brennt so eine Anlage schon mal.

Schauen wir uns einmal die letzten Monate an:

28.10.2013 Rohdensleben (Sachsen-Anhalt)

12.10.2013 Sande bei Wilhelmshafen

25.09.2013 Langenhard bei Lahr (Baden-Württemberg)

27.03.2013 Greifswald nähe A20

 

Das sind lediglich die Brände für die Videomaterial vorliegt. Alleine drei in den letzten zwei Monaten. Man stelle sich vor sowas passiert mitten im Hochsommer – mitten im Wald. Da gibt es dann einen prima Waldbrand. Die Feuerwehr kann genau gar nichts tun.

Oder so etwas passiert bei Anlagen die sehr nahe an Wohnbebauung stehen. Hier schweben ja einigen Verfechtern der Windkraft im grünen politischen Lager (und leider nicht nur da) Abstände von 750m und weniger vor. Wie das bei immer höheren Anlagen und der begrenzten Möglichkeiten der Feuerwehr auch nur grundsätzlichem Brandschutz genügen soll wird wahrscheinlich niemand beantworten können. Am allerwenigsten die Politiker die entgegen allen Fakten immer noch davon träumen das die Windkraft das Energieproblem löst.

 

Film zur Erklärung der Zusammenhänge von erneuerbaren Energien/Energiewende

Hier ein gut gemachter Film der die Zusammenhänge zwischen EEG, Energieerzeugung, der Energiewende und der Probleme darstellt. Produziert von der Initiative Vernunftkraft die es sich zum Ziel gesetzt hat der euphorischen und oft kritiklosen Überhöhung der Erneuerbaren Energien eine klare Argumentation entgegen zu stellen.

 

Auch wenn das Projekt in Birkenau gestoppt wurde, in Weinheim ist das Thema immer noch aktuell und Anlagen die auf dortiger Gemarkung aufgestellt werden, haben auch direkten Einfluss auf Birkenau. Vom indirekten Einfluss solcher Anlagen in windarmen Gebieten auf das Stromsystem, die Kosten abgesehen.

Vorerst kein Teilflächennutzungsplan Windkraft in Birkenau

In der letzten Gemeindevertretersitzung am letzten Dienstag wurde über die Aussetzung der Auftragsvergabe für die Erstellung des FNP abgestimmt. Es setzte sich eine Mehrheit von SPD, Grünen und FDP mit 14 Stimmen gegen 10 Stimmen der CDU und der Freien Wähler durch.

Es ist zu hoffen, das die Aussagen man wolle zunächst nur die Ergebnisse des Regionalplanes Südhessen abwarten nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Laut Aussage der Birkenauer Grünen sei Birkenau ohnehin keine Vorrangfläche da es sich um eine Schwachwindzone handelt.

Aufgrund der bekanntgewordenen Pläne der hessischen Grünen die den Ausbau der Windkraft um jeden Preis in Südhessen vorantreiben wollen und der momentan noch offenen Regierungsbildung in Wiesbaden sehen wir die Situation bzgl. des Regionalplanes im Moment eher kritisch. Fakten wie mangelnder Wind waren bisher beim Thema Windkraft ja leider eher sekundäre Argumente.

Wir werden auch weiterhin die Entwicklungen hier kritisch beobachten.

EEG-Umlage steigt 2014 auf 6,24 Cent/kWh

wie die Übertragungsnetzbetreiber heute bekanntgegeben haben steigt die EEG-Umlage im nächsten Jahr auf 6,24 ct/kWh. D.h. für den Durchschnittshaushalt mit 3500-4000 kWh Jahresverbrauch werden 2014 zwischen 35 € und 4 0€ Mehrkosten anfallen.

Das klingt erst einmal überschaubar und wenn man daran glaubt das die Erneuerbaren Energien in der momentanen Ausgestaltung die Rettung für die Umwelt seien angemessen. Aber schauen wir uns die Entwicklung der EEG-Umlage der letzten Jahre einmal genauer an:

EEG-Umlage Entwicklung 2010-2014Wie im Bild zu sehen ist haben wir für 2013 eine Steigerung von 47% gegenüber 2012 zu verkraften, mit den heute bekanntgegebenen Zahlen für 2014 ist die EEG-Umlage innerhalb zwei Jahren um 74% gestiegen.

Es wurde im Sommer teilweise befürchtet das die Umlage sogar auf über 7 ct/kWh steigen könnte. Nur das für die Energieerzeugung schlechte Wetter im September hat hier das schlimmste verhindert.

Das große Erwachend er Stromkunden wird allerdings erstmals im Januar 2014 stattfinden, wenn die Abrechnung für 2013 vorliegt. Bisher sind die oben gezeigten Erhöhungen ja nurmehr abstrakt, im Januar wird sich die letztjährige Steigerung dann erstmals direkt im Geldbeutel manifestieren.

Es wird auch interessant sein wie sich die Regierungsbildung im Bund und in Hessen auf das Thema auswirken wird. Die Grünen sind ja vor allem in Südhessen darauf erpicht die Windkraft massiv auszubauen.

Kommentar zur Einstellung des Projektes Windpark in Birkenau

So, es ist vollbracht, das namensgebende Ziel der Initiative wurde erreicht, es gibt keinen Windpark in Birkenau. Das ist für uns als Bürgerinitiative ein schöner Erfolg und zeigt das Engagement von Bürger etwas bewegen kann.

Natürlich ist man von Seiten der Stadtwerke Viernheim und vor allem des Planungsbüros 3p Herrn Simon darauf bedacht zur Gesichtswahrung den Eindruck zu erwecken unsere Aktivitäten hätten hier keinen Einfluss gehabt.

Aber wieder einmal sind wir von unserer Gemeinde enttäuscht. Offenbar war die Energieinitiative zum Termin am Montag eingeladen, uns hat man außen vor gelassen. Wirkliche Bürgerbeteiligung sieht anders aus. Ein Blick nach Weinheim würde genügen, wo man versucht die Bürgerinitiative aktiv einzubinden. Offenbar fehlt zur wirklichen Auseinandersetzung mit kritischen Stimmen aus der Bürgerschaft der Mut in Birkenau. Das Gemeinderatsmitglied Herr Kruse z.B. betont lieber in einem Leserbrief vom 3.8.13 in den Weinheimer Nachrichten zu IKEK die 2408 Stimmen die er bei der Wahl erhalten hat. Offenbar hält man hier das Mandat für einen Freibrief der den Mandatsträger über den „normalen“ Bürger erhebt und ihn in die Lage versetzt mehr zu wissen. Tatsächlich ist das Mandat aber eben nur das; ein Mandat, mehr oder besseres Wissen, das manchmal auch zu besseren Entscheidungen immer aber zu besserem Verständnis führt, kann man aber nur durch Lernen und nicht durch Wahlen erlangen.

Das führt wieder zurück zum Thema. Ausnahmslos alle Punkte die nun als Begründung von den Stadtwerken und dem Planer für den Stop des Projektes aufgeführt wurden, waren von Anfang an bekannt. Schwierige Zuwegung, weite Wege für die Energieableitung, Roter Milan, Fledermäuse, Siedlungsabstände wurden allesamt schon in den Informationsveranstaltungen im Frühjahr 2012 von den Bürgern vorgebracht, aber milde lächelnd sowohl von der Gemeinde als auch dem Planer und den Stadtwerken abgetan. Auch bei Gesprächen mit den Ortsvorstehern in diesem Jahr wurden diese Punkte vorgebracht und wie uns berichtet wurde wieder als irrelevant abgetan.

Es ist schwierig hier dem infantilen Drang zur Aussage: „Das haben wir euch gleich gesagt“ zu widerstehen. Tatsächlich ist es aber genau so. Was hier als Erkenntnis eines langwierigen und teuren Analyseverfahren dargestellt wird hätte jeder durch Kartenstudium, Ortsbegehung und einfache Rechnungen bereits im Sommer letzten Jahres feststellen können. Das hätte keinen mittleren fünfstelligen Betrag gekostet, wie berichtet wird, sondern lediglich einige Arbeitstage des Planers und des Projektleiters der Stadtwerke Viernheim. Das man den kritischen Aussagen der Bürger ohne eigene Recherche nicht geglaubt hat ist ja noch nachvollziehbar, das man aber Gutachten benötigt wirft doch die ein oder andere Frage auf.

Gelinde gesagt eine Zumutung ist die Aussage des Planers die Windgeschwindigkeiten wären ausreichend und die von uns beauftragten und von Fachunternehmen durchgeführten Messungen seien nicht fachgerecht gewesen. Wie hat er das denn festgestellt? Der Planer hat gerade einmal wenige Wochen mit einem akustischen SODAR Messgerät messen lassen. Laut TÜV Süd für aussagekräftige Messungen ein ungeeignetes Verfahren. Ansässige Landwirte haben dann auch berichtet das während der Zeit der Messung umfangreicher Traktorverkehr der natürlich Lärm erzeugt in der Nähe war. SODAR Messgeräte reagieren aber durchaus empfindlich auf Umgebungslärm mit erhöhter Messungenauigkeit. Sieht so eine professionelle Messung aus um ein multi-millionen Projekt zu starten?

Hier wird sich  einem uralten rhetorischen Kunstgriff aus Schopenhauers Eristischer Dialektik – dem „argumentum ad auditores gearbeitet. Dort heißt es:

Wenn ein Publikum vorhanden ist, das schlechter informiert ist als die Gegner […] können ungültige Gegenargumente gebraucht werden, solange sie dem Publikum plausibel sein können. Will der Gegner die Ungültigkeit aufzeigen, muss er zunächst das Publikum belehren, das die Belehrung nicht ohne Weiteres akzeptiert.
Ein ungültiger Einwurf, dessen Ungültigkeit aber nur der Sachkundige einsieht, die Hörer jedoch nicht, wird so in ihren Augen das Sachargument schlagen.

Das alles legt den Eindruck nahe, das man bei Beginn des Projektes der allgemeine Goldgräberstimmung bzgl. erneuerbarer Energien und Windkraft im speziellen erlegen ist. Dies betrifft alle Seiten:

  • Die Gemeinde die anfänglich noch von finanziellem Segen ausgegangen ist. Bei unserer letzten Veranstaltung in Birkenau hat der anwesende Bürgermeister Morr aber bereits eingesehen, das der Windpark kaum finanzielle Vorteile für die Gemeinde Birkenau bringt. Das hörte sich einige Monate zuvor noch anders an.
  • Die Stadtwerke Viernheim die das Projekt mit Mitteln der Energiegenossenschaft Starkenburg und wahrscheinlich aus ihrem Sonnenschein Programm finanzieren wollte. Bei Sonnenschein wird aber z.B. ein Zins für die Kunden garantiert, evtl. Verluste müsste das Unternehmen selbst tragen. Berichte über andere Windparks deren Ertragsprognosen deutlich überzogen waren haben hier offenbar auch einen Denkprozess gestartet.
  • Der Planer, der anfänglich wahrscheinlich glaubte mit einfachen Gutachten des Anlagenherstellers (z.B. für die Lärmentwicklung) und dem politischen Willen zur Energiewende und den daraus resultierenden bevorzugungen der Windkraft, das Projekt reibungslos und schnell umsetzen zu können.
  • Und die Energieinitiative, die nur zu gerne glauben wollte das man damit die Gemeinde Birkenau was Strom betrifft autark bekommen könnte. Dabei aber leider diverse technische Tatsachen nicht richtig bewertet hat. Traurig dabei ist, dass offenbar die Gemeinde auf die Aussagen der Energieinitiative unkritisch vertraut hat.

Neben unserem Widerstand der über die Monate immer mehr Unterstützer sowohl unter den Bürgern als auch im Gemeinderat fand hat sicher auch der allmähliche Stimmungswandel im Land weg von der Hurra-Stimmung zur Erkenntnis geführt das das Projekt genauestens beobachtet wird. Die Nachrichtenlage mit Offshore Windparks die mangels Energieableitung mit Diesel betrieben werden müssen, steigenden Stromkosten durch die EEG Umlage, Berichte über unrentable Windparks oder fragliche Vorgänge bei Windkraftinvestoren wie Prokon zeigen das es hier nicht um den Klima oder Naturschutz geht, sondern um ein Geschäft.

Nachdem vor der Sommerpause der Aufstellungsbeschluss für den Teilflächennutzungsplan durch die Initiative von CDU und Freien Wählern beschlossen wurde, war offenbar auch den Stadtwerken und 3p klar, das der Widerstand einen ersten Erfolg zu verbuchen hat, denn eine Baugenehmigung ist jetzt zumindest die nächsten 12 Monate nicht zu erwarten. Darüber hinaus birgt aus Sicht des Planers der FNP auch noch das Risiko das für Großanlagen gar keine Möglichkeit besteht weil alternative Standorte für andere Anlagen ausgewiesen werden und der Stenges mangels Wind eben nicht.

Soweit unsere erste Einschätzung dieser für uns sehr erfreulichen Nachricht. Über einzelne Punkte der Begründung wird es in den nächsten Tagen noch ausführlichere Artikel hier geben, wir können und wollen die im Raum stehenden Aussagen nicht unkommentiert in der Öffentlichkeit stehen lassen.

 

 

Stadtwerke Viernheim geben Planung des Windparks auf!

Bei einer Pressekonferenz haben die Stadtwerke am 26.08.2013 bekannt gegeben die Planung des Windparks Im Stenges aufzugeben. 

Nach Aussagen des Projektplaners und der Stadtwerke war für die Entscheidung ausschlaggebend das mehrere negative Faktoren zusammen kamen. Neben der aufwendigen Zuwegung hätte auch die Energieableitung nicht absehbare Kosten aufgeworfen da die 20kV Leitung in Kallstadt nicht ausreichende Kapazität hat und eine separate Leitung zum Umspannwerk hätte gebaut werden müssen. Zusätzlich wurde ein Rotmilanhorst und Fledermausquartiere im Umkreis der geplanten Anlagen gefunden.

Keine Rolle habe die Windgeschwindigkeit gespielt die bei 6,25 m/s auf 140m Höhe liegen würde.

Unsere Windmessungen hätten ebenfalls keine Rolle gespielt und wurden von Herrn Simon als wenig fachgerecht bezeichnet. Das finden wir interessant, vor allem da von seiner Seite offenbar nur einige Wochen SODAR Messungen (sehr ungenau und laut TÜV als alleinige Messung ungeeignet) durchgeführt wurden.

Ein ausführlicher Kommentar folgt nachdem wir mehr Details haben.

Energieeigenversorgung von Unternehmen nimmt zu

Nachdem bereits in der Vergangenheit große Unternehmen wie die BASF eigene Kraftwerke betrieben haben, fangen jetzt bereits auch größere Mittelständler an eigene Kraftwerke zu bauen. vor allem diejenigen die nicht von der EEG Umlage befreit sind. Interessanter Effekt dabei, damit wird der Strom tendenziell für den „normalen“ Privatverbraucher noch teurer, da Firmen mit eigener Energieversorgung für den selbst erzeugten Strom natürlich weder Netzentgelte noch EEG Umlage zahlen müssen. D.h. die EEG Umlage wird dann noch stärker von den Privathaushalten und Kleinunternehmen aufgebracht werden müssen.

Stellt sich die Frage wann ein eigenes Stromaggregat im Privathaus beginnt wirtschaftlich sinnvoll zu sein. Ohne Änderung am EEG und stetig steigender EEG-Umlage könnte dieser Zeitpunkt tatsächlich irgendwann erreicht sein.

Diesel/Benzin Generatoren in vielen Häusern, wegen steigender Strompreise günstiger als Strom aus der Leitung? Genauso wie großflächige Waldrodungen für WKA im Namen des Umweltschutzes ist das kaum sinnvoll erklärbar.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass es so nicht weiter gehen kann mit der Energiewende. Anstatt den Ausbau gerade von Windenergie ungezügelt voranzutreiben, ohne an die Folgen im Gesamtsystem (wirtschaftlich und technisch) zu denken, sollte endlich eine sachgerechte Planung in den Vordergrund treten. Das dumpfe glorifizieren der Windkraft oder Standortausweisungen in Form von prozentualen Anteilen der Landesfläche sollten einer vernünftigen Planung und Steuerung weichen. Das ist aber leider momentan politisch nicht so recht in mode, siehe Euro Hawk Debakel, Berliner Flughafen, Stuttgart 21, usw…

Petitionsübergabe windkraft-ja-aber

Am 23.8.2013 um 9:30 wurde die Petition windkraft-ja-aber vor dem hessischen Landtag an Staatsminister Florian Rentsch und den Landtagsabgeordneten René Rock übergeben. Knapp 15.000 Menschen haben diese Petition unterschrieben, die sich für eine sinnvolle Energiewende, die Umwelt,- Arten- und Landschaftsschutz maximal respektiert, einsetzt und den derzeitigen, unkoordinierten und zerstörerischen Windkraftausbau nicht mehr hinnehmen möchte.

 

Hierein Bericht von hr-info über das Thema. Den Aussagen hier kann man entnehmen, das der Landespolitik doch ganz langsam ein Licht aufgeht das die Bürger ind er Form nicht mit der Energiewende einverstanden sind.

EEG Umlage 2014 bei 7ct?

Dieser Tage sind in der Presse die ersten Abschätzungen über die Höhe der EEG Umlage 2014 zu finden. Offiziell wird die Höhe der EEG-Umlage für 2014 erst Mitte Oktober (nach den Wahlen) von den vier großen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht. Greenpeace geht davon aus das die Umlage auf 4,6 ct/kWh sinken könnte wenn die Politik die Rabatte für die Industrie reduzieren würde und den Emissionshandel reformieren würde. Wie allgemein bekannt ist die „Strompreisbremse“ im Vorfeld der Bundestagswahl dieses Jahr aber zunächst gescheitert. D.h. diese Einschätzung von Greanpeace hat für den Verbraucher leider keinerlei praktischen Wert, sondern dient eher dazu die Tatsachen zu verschleiern.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CSU) ging Anfang Juni davon aus, dass die Abgabe auf mehr als sechs Cent pro kWh steigen wird. Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) geht davon aus, dass die EEG-Umlage zum kommenden Jahr auf bis zu sieben ct/kWh steigen wird.

Die FAZ berichtet, dass momentan das Ausgleichskonto auf Basis dessen Saldos im September die EEG Umlage des Folgejahres berechnet wird ein Defizit von 1,75 Milliarden Euro aufgelaufen ist. Es wird von den Netzbetreibern erwartet das bis Ende September dieses Defizit auf mehr als 3 Milliarden Euro steigen wird.

D.h. für den normalen Stromverbraucher das nach der Erheblichen Steigerung der Stromkosten für 2013 die EEG Umlage für 2014 wahrscheinlich um etwa 30% steigen wird. Für einen Durchschnittshaushalt mit 3500 kWh Jahresverbrauch bedeutet das dann etwa 70€ Mehrkosten pro Jahr nachdem bereits 2013 für die gleiche abgenommene Strommenge bereits etwa 65€ mehr fällig wurden. D.h. für den genannten Durschnittshaushalt werden binnen zwei Jahren nur für die EEG Umlage über 11€ pro Monat mehr fällig. Gesamt zahlt der genannte Haushalt knapp 300€ pro Jahr EEG Umlage.

Es kann sich jeder selbst anhand seines eigenen Verbrauchs ausrechnen wie viel das bei ihm sind und sein werden.